Wenn der Fear & Greed-Index schreit: „Achtung, Blase!“
Der Fear & Greed-Index ist wie der Wetterbericht für Krypto-Anleger – nur dass er statt Regen und Sonnenschein die Stimmung misst. Und gerade gibt er „extreme Gier“ aus. Über 70 Punkte? Das ist der Bereich, in dem selbst eingefleischte Bitcoin-Maximalisten nervös werden. Im Rückblick: 2021, als der Index über 80 kletterte, folgte wenig später der große Ausverkauf. Und 2019? Dasselbe Spiel.
Aber hier kommt der Haken: Diesmal fehlt der institutionelle Rückenwind. Während die kleinen Anleger in FOMO (Fear Of Missing Out) investieren, halten sich die großen Jungs – Hedgefonds, Unternehmen, ETFs – auffällig zurück. Laut CoinShares flossen gerade mal 187 Millionen Dollar in Krypto-ETFs. Das ist nicht nichts, aber verglichen mit den Milliarden, die sonst fließen? Fast schon ein Flüstern.
Bitcoin bei 58.000 Dollar – und jetzt?
35.000 Dollar im Januar. 68.000 Dollar im November 2021. Und jetzt? Knapp unter 60.000 Dollar. Die Rallye fühlt sich fast schon zu einfach an. Die Gründe? Klar:
- Die Fed könnte bald die Zinsen senken (was generell riskante Anlagen wie Krypto pusht).
- Spot-Bitcoin-ETFs sind da, auch wenn das Geld noch spärlich fließt.
- Memecoins wie Dogecoin erleben ein Revival – weil ja Elon Musk mal wieder einen Tweet absetzt.
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Jetzt auf Coinbase starten →ch, weil sie gerade „in“ sind. Kein Use-Case, kein Geschäftsmodell, nur Hype. Das ist das klassische Zeichen einer Blase. Kiana Danial von Invest Diva sagt es ganz klar: „Die Gier ist real, aber die Fundamentaldaten nicht.“
Oktober-Crash? Die Geschichte mahnt uns
Oktober – das ist der Monat, in dem Bitcoin traditionell einen Dämpfer bekommt. 2018: -25%. 2019: starke Korrektur. 2021: November-Crash (okay, das war offiziell erst im November, aber die Vorboten gab’s im Oktober).
Was tun? Nicht blind in den Hype springen
Ich verstehe die Euphorie. Ich verstehe das FOMO-Gefühl. Aber ich erinnere mich auch noch an 2021, als plötzlich jeder dachte, er sei ein Krypto-Guru, und dann kam der große Crash.
Ein paar Gedanken für Anleger:
- Diversifizieren. Nicht alles auf eine Karte setzen.
- Stops setzen. Automatische Verkaufsorders können vor großen Verlusten schützen.
- Nicht auf Memecoins setzen. Wenn etwas nur wegen eines TikTok-Trends steigt… das ist kein Investment, das ist Zocken.
- Auf die großen Player achten. Wenn die institutionellen Anleger endlich einsteigen, könnte das ein gutes Zeichen für einen längerfristigen Aufschwung sein.
Und jetzt?
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Gier in Panik umschlägt oder ob wir noch eine Weile oben bleiben. Ein Ausbruch über 60.000 Dollar könnte eine neue Rallye auslösen. Bleibt Bitcoin aber darunter… dann könnte es ungemütlich werden.
Eines ist sicher: Die Geschichte wiederholt sich nicht eins zu eins, aber sie reimt sich. Und die aktuellen Signale sollten wir ernst nehmen. Ob wir einen neuen Oktober-Crash bekommen? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass wir nicht vergessen sollten, wie schnell die Stimmung kippen kann.
Also: Bleibt wachsam, bleibt rational – und vor allem: Verliert nicht den Kopf.
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