Krypto-Steuer 2026: Alles was du wissen musst
Steuern auf Bitcoin, Ethereum & Co. verständlich erklärt: Freigrenze, Haltefrist, Gewinne versteuern – unser kompletter Ratgeber für 2026.
Die 1.000-Euro-Freigrenze
Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen sind in Deutschland als private Veräußerungsgeschäfte steuerpflichtig – aber nur, wenn der Gesamtgewinn im Jahr mehr als 1.000 Euro beträgt. Liegst du darunter, bleiben die Gewinne steuerfrei. Diese Freigrenze gilt für alle Kryptowährungen zusammen.
Wichtig: Es handelt sich um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag. Überschreitest du die 1.000 Euro auch nur um einen Cent, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig.
Die 1-Jahres-Haltefrist
Hältst du eine Kryptowährung länger als ein Jahr, ist der Gewinn beim Verkauf vollständig steuerfrei. Das gilt für Bitcoin, Ethereum und alle anderen Coins.
Die Frist beginnt mit dem Tag des Kaufs und endet exakt ein Jahr später. Verkaufst du am Tag nach Ablauf der Frist, ist der Gewinn steuerfrei – schon einen Tag früher, ist er voll steuerpflichtig.
Was gilt beim Staking und bei Airdrops?
Staking-Erträge und Airdrops gelten in Deutschland als sonstige Einkünfte und sind ab einem Freibetrag von 256 Euro pro Jahr steuerpflichtig. Sie unterliegen nicht der Haltefrist.
Erhaltene Staking-Belohnungen werden zum Marktwert am Tag des Erhalts besteuert. Spätere Kursgewinne beim Verkauf dieser Coins können dann wieder der Haltefrist unterliegen.
So dokumentierst du deine Trades richtig
Das Finanzamt verlangt bei einer Steuererklärung einen lückenlosen Nachweis aller Transaktionen. Führe daher ein Krypto-Steuer-Tool oder eine detaillierte Tabelle mit Kaufdatum, Kaufpreis, Verkaufsdatum und Verkaufspreis.
Kostenlos erhältliche Steuer-Software kann deine Trades direkt von der Börse importieren und die Gewinne automatisch berechnen. Das spart Zeit und vermeidet Fehler.