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Zerohash scheitert mit Antrag auf US-Treuhandbank – Pläne für Neuauflage

Team Coinnachrichten··📖 4 Min. Lesezeit·banklizenztreuhandbankzerohashus-aufsichtsbehördendigitale asset-verwaltungetradekryptotransaktionen
Zerohash scheitert mit Antrag auf US-Treuhandbank – Pläne für Neuauflage
Ein Rückschlag für das Krypto-Infrastrukturunternehmen, das für Morgan Stanleys ETrade die digitale Asset-Verwaltung übernimmt.
Das hat mich heute echt überrascht: Zerohash, dieses vielversprechende Krypto-Infrastrukturunternehmen, das für Morgan Stanleys Brokerage-Plattform ETrade die technische Abwicklung von Kryptotransaktionen übernimmt, hat einen Dämpfer bekommen. Die US-Aufsichtsbehörden haben ihren Antrag auf eine Treuhandbanklizenz vorerst abgelehnt. In der offiziellen Stellungnahme heißt es zwar, die Behörden seien noch nicht überzeugt – aber Zerohash gibt sich kämpferisch. Man werde den Antrag überarbeiten und erneut einreichen. Und ich glaube, das ist genau die richtige Reaktion.
Warum will Zerohash überhaupt eine Banklizenz?
Zerohash ist ja kein Neuling mehr. Gegründet 2021 aus der Übernahme von Core Scientific, hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren als wichtiger Player in der Krypto-Infrastruktur etabliert. Mit Lösungen für Custody, Liquidität und Abwicklungsdienstleistungen bedient es vor allem institutionelle Investoren – und das mit Erfolg, wie die Partnerschaft mit Morgan Stanley zeigt.
Doch hier liegt auch das Problem: Als reines Infrastrukturunternehmen unterliegt Zerohash nicht der Bankenregulierung. Das bringt Einschränkungen mit sich, besonders wenn es um die direkte Verwahrung von Kundenvermögen oder die Abwicklung von Fiat-Transaktionen geht. Eine Treuhandbanklizenz würde Zerohash ermöglichen, diese Hürden zu überwinden. Kundenvermögen direkt zu verwalten, Fiat-Ein- und Auszahlungen schneller abzuwickeln und regulatorische Hürden für institutionelle Kunden zu senken – das wäre ein riesiger Schritt nach vorn.
Warum der Antrag gescheitert ist – und was das bedeutet
Die genauen Gründe für die Ablehnung wurden nicht genannt, aber Experten haben ein paar plausible Vermutungen:
1. Die US-Regulierer sind noch nicht überzeugt
Die Aufsichtsbehörden wie die OCC oder die Federal Reserve stehen Krypto-Banken oft skeptisch gegenüber. Zwar gibt es bereits lizenzierte Player wie Anchorage Digital oder Kraken Bank, aber die Anforderungen an Compliance, Risikomanagement und Kapitalpuffer sind extrem hoch. Zerohash muss beweisen, dass es Cybersecurity-Risiken, Geldwäscheprävention und stabile Betriebsabläufe zuverlässig managen kann – und das ist keine Kleinigkeit.
2. Die Regulierung in den USA ist ein Flickenteppich
Während einige Bundesstaaten wie Wyoming oder Texas proaktiv Lizenzen für digitale Vermögensverwalter ausstellen, fehlt auf Bundesebene eine klare Linie. Die OCC hat zwar Richtlinien für Payment Stablecoins veröffentlicht, aber für reine Krypto-Treuhandbanken gibt es noch keine einheitliche Regelung. Zerohash könnte in eine rechtliche Grauzone geraten sein, in der die Behörden erst prüfen müssen, wie eine solche Lizenz überhaupt passt.
3. Krypto ist in de

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n USA nach wie vor ein Reizthema
Trotz des wachsenden Interesses institutioneller Investoren gibt es in der US-Politik noch erhebliche Skepsis. Die SEC unter Gary Gensler hat wiederholt betont, dass viele Krypto-Assets als unregistrierte Wertpapiere eingestuft werden könnten. Eine Banklizenz für ein Krypto-Unternehmen könnte daher als Risiko für die Stabilität des Finanzsystems wahrgenommen werden.
Zerohash bleibt optimistisch – aber sucht Alternativen
Trotz des Rückschlags zeigt sich Zerohash entschlossen. In der offiziellen Stellungnahme heißt es: „Wir sind enttäuscht über die Entscheidung, sehen sie aber als Teil eines längeren Prozesses. Unser Team arbeitet mit Hochdruck an einer überarbeiteten Einreichung, die alle regulatorischen Anforderungen erfüllt. Gleichzeitig prüfen wir alternative Wege, um unsere Dienstleistungen zu erweitern.“
Experten vermuten, dass Zerohash möglicherweise eine Lizenz in einem progressiveren Bundesstaat wie Wyoming anstreben könnte – immerhin hat der Staat bereits Krypto-Banken wie Kraken Bank genehmigt. Alternativ könnte das Unternehmen eine Partnerschaft mit einer bereits lizenzierten Bank eingehen, um bestimmte Dienstleistungen anzubieten.
Warum das wichtig ist – und was das für den US-Krypto-Markt bedeutet
Sollte Zerohash eine Banklizenz erhalten, hätte das weitreichende Auswirkungen:
- Institutionelle Investoren hätten eine vertrauenswürdige, regulierte Anlaufstelle für die Verwahrung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen.
- Traditionelle Banken könnten stärker in den Krypto-Sektor einsteigen, da sie auf die Infrastruktur von Zerohash zurückgreifen könnten.
- Die USA könnten ihre Position als globaler Krypto-Standort stärken, nachdem Länder wie Singapur, die Schweiz oder die EU bereits fortschrittliche Regularien eingeführt haben.
Gleichzeitig zeigt der Fall Zerohash, wie langsam und komplex der Prozess der Krypto-Regulierung in den USA noch ist. Während einige Länder Bitcoin bereits als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptieren, kämpfen US-Unternehmen noch mit bürokratischen Hürden und regulatorischer Unsicherheit.
Mein Fazit: Ein weiterer Schritt in einer langen Reise
Der gescheiterte Antrag von Zerohash ist kein Grund zur Resignation, sondern ein Symbol für die aktuellen Herausforderungen, denen sich Krypto-Unternehmen in den USA gegenübersehen. Dass das Unternehmen bereits an einer überarbeiteten Version arbeitet, zeigt: Hier wird nicht einfach aufgegeben, sondern strategisch nachgedacht.
Und genau das braucht der Krypto-Markt in den USA – Geduld, Ausdauer und den Willen, regulatorische Hürden zu überwinden. Zerohash mag vorerst gescheitert sein, aber ich bin sicher: Dieses Unternehmen wird nicht so schnell aufgeben. Und vielleicht ist das genau der richtige Ansatz, um die USA wieder an die Spitze der globalen Krypto-Infrastruktur zu bringen.

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