Warum die SEC (vielleicht) auf Zeit spielt
Eigentlich sollte Gary Genslers Team schon längst über „Regulation Crypto“ abstimmen. Doch nun heißt es: erstmal warten. Der Verdacht liegt nahe, dass die SEC abwarten will, bis der CLARITY Act im Kongress durch ist. Dieses Gesetz könnte die Regeln für Kryptowährungen neu definieren – und der Behörde dabei einige ihrer bisherigen Machtbefugnisse nehmen. Für Unternehmen wie Ripple oder Coinbase wäre das ein Game-Changer, denn sie müssten sich nicht mehr in unsicheren Grauzonen bewegen.
Aber mal ehrlich: Würde die SEC wirklich zugeben, dass sie sich vor diesem Gesetz fürchtet? Wohl kaum. Also wird offiziell von „logistischen Herausforderungen“ geredet, während im Hintergrund die politische Rechnung aufgemacht wird.
Politik und Lobbyismus: Wer zieht hier an den Fäden?
Dass die SEC seit Jahren mit ihrer „regulation by enforcement“-Strategie für Ärger sorgt, ist kein Geheimnis. Besonders der Fall Ripple hat gezeigt, wie umstritten die Behörde agiert. Der CLARITY Act könnte hier als Korrektiv wirken – und de
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Jetzt auf Coinbase starten →r SEC klare Grenzen setzen. Doch bis dahin bleibt die Branche in der Warteschleife.
Und dann ist da noch die anstehende Präsidentschaftswahl. Sollte ein Kandidat ins Amt kommen, der Krypto freundlicher gegenübersteht als die aktuelle Regierung, könnte sich die Regulierungslandschaft komplett ändern. Da ist es nur logisch, dass die SEC lieber nichts endgültig entscheidet – was später womöglich wieder kippt.
Der Markt reagiert – und hofft auf Klarheit
Die Krypto-Branche ist gespalten: Einige Unternehmen werfen der SEC Intransparenz vor, andere sehen im CLARITY Act eine Chance auf faire Regeln. Besonders für Startups, die bisher in rechtlichen Unsicherheiten gefangen waren, könnte das Gesetz ein Lichtblick sein.
Doch Vorsicht vor zu großer Euphorie, warnt der ehemalige SEC-Anwalt John Reed Stark: „Die SEC gibt ihre Macht nicht freiwillig ab. Selbst mit dem CLARITY Act wird sie weiter Druck auf die Branche ausüben.“ Er sollte es wissen – schließlich hat er selbst jahrelang für die Behörde gearbeitet.
Was kommt als Nächstes?
Die SEC wird wohl noch vor Jahresende eine Entscheidung treffen – es sei denn, der CLARITY Act kommt schneller als gedacht. Dann könnte alles wieder von vorne losgehen. Eines ist sicher: Die Regulierung von Kryptowerten in den USA ist noch lange nicht abgeschlossen. Für Investoren und Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Geduld. Und die Hoffnung, dass am Ende nicht Innovation erstickt, sondern gefördert wird.
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