In einem offenen Brief, den sie am Montag rausgehauen haben, nennen sie MSCIs Vorhaben „irreführend“ und „grundfalsch“. Und ich kann mir lebhaft vorstellen, wie Saylor da mit hochrotem Kopf am Schreibtisch sitzt und sich denkt: „Noch so eine Blockade? Jetzt reicht’s aber!“ Die beiden CEOs argumentieren, dass Bitcoin-Firmen schon genug zu kämpfen haben – zwischen Regulierungs-Chaos und Markt-Turbulenzen. Und dann kommt auch noch MSCI an und will sie auch noch aus den Indizes werfen? Das wäre dann so, als würde man jemanden erst die Beine wegschießen und ihm dann vorwerfen, er könne nicht laufen.
Warum MSCI die Bitcoin-Firmen loswerden will
MSCI begründet das Ganze damit, dass Krypto-Assets zu volatil und zu wenig reguliert seien. Klar, Bitcoin ist kein ruhiger Schlafwagen – aber hey, wer von uns ist das schon? Die Indexkönige argumentieren, dass solche Firmen nicht den strengen Kriterien für stabile Investments entsprechen. Dabei übersehen sie aber komplett, dass Unternehmen wie Strategy oder MicroStrategy reguläre Firmen sind, die einfach Bitcoin in ihrer Bilanz halten. Es geht hier nicht um irgendwelche dubiosen Krypto-Börsen oder Mining-Betriebe, sondern um ganz normale Unternehmen, die strategisch in Bitcoin investiert haben.
Die drohenden Folgen – oder: Warum das alle angeht
Stellt euch vor, eure Lieblingsaktie würde plötzlich aus allen wichtigen Indizes fliegen. Die Nachfrage würde einbrechen, der Kurs auch – und das nur, weil jemand beschlossen hat, dass sie nicht „passend“ genug ist. Genau das könnte diesen Bitcoin-Firmen blühen. Viele institutionelle Anleger richten sich nach MSCI- und Co. aus. Würden diese Firmen ausgeschlossen, müssten Fondsmanager ihre Portfolios anpassen – und das würde zu massiven Verkäufen führen. Kein schöner Gedanke, oder?
Strategy warnt sogar vor einem „Dominoeffekt“, der die Akzeptanz von Bitcoin als ernstzunehm
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Jetzt auf Coinbase starten →enden Vermögenswert bei traditionellen Investoren weiter beschädigen könnte. Besonders bitter: Ausgerechnet jetzt, wo immer mehr Institutionen langsam aber sicher Interesse an Krypto zeigen, kommt MSCI mit so einer Keule.
Strategy bringt es auf den Punkt: Solange die Regulierung von Krypto-Assets so unklar ist wie ein Londoner Nebeltag, kann man Firmen wie sie nicht einfach links liegen lassen. Während Länder wie El Salvador Bitcoin schon als offizielles Zahlungsmittel akzeptieren, tappen andere noch im Dunkeln. MSCI begründet seinen Vorstoß zwar mit der Volatilität, aber sie ignorieren dabei, dass viele dieser Firmen längst strenge Compliance-Regeln einhalten. „Das ist doch Augenwischerei!“, würde Saylor wahrscheinlich brüllen.
Statt Bitcoin-Firmen einfach zu verbannen, schlägt Strategy vor, dass MSCI eine eigene Kategorie für digitale Vermögenswerte schafft. So könnten Investoren gezielt in Krypto-Exposure investieren, ohne gleich das ganze Ökosystem zu stigmatisieren. Klingt doch eigentlich nach einer vernünftigen Lösung, oder?
Die Krypto-Community tobt
Kein Wunder, dass die Krypto-Szene jetzt auf die Barrikaden geht. Auf Twitter und Co. hagelt es Kritik an MSCI – Begriffe wie „rückständig“ und „innovationsfeindlich“ fallen. Und wer könnte das besser kommentieren als Saylor selbst? Der Mann ist seit Jahren einer der lautesten Fürsprecher von Bitcoin als Langzeitinvestment. Für ihn ist Bitcoin kein Hype, sondern digitales Gold – und er hat mit MicroStrategy bewiesen, dass man damit auch ernsthafte Unternehmensstrategien fahren kann.
Was kommt jetzt?
MSCI schweigt sich noch aus, aber die Spannung ist greifbar. Wenn sie ihren Plan durchziehen, könnte das für Bitcoin-Firmen und den gesamten Markt richtig ungemütlich werden. Umgekehrt zeigt der Widerstand von Strategy, dass die Branche nicht bereit ist, sich einfach so aus der traditionellen Finanzwelt verdrängen zu lassen.
Eines ist sicher: Diese Debatte ist noch lange nicht vorbei. Die Frage, wie Bitcoin und seine Anhänger in die globale Finanzwelt integriert werden können, wird uns noch lange beschäftigen. Und ich für meinen Teil bin gespannt, wer am Ende die Oberhand behält – die alteningesessenen Indexanbieter oder die Krypto-Rebellen. Immerhin: Die Geschichte zeigt, dass sich Innovation selten durch Verbote aufhalten lässt.
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