Wie ein Dieb im digitalen Casino
Stellt euch vor, ihr geht in ein Casino, setzt euer ganzes Geld auf eine Farbe – und plötzlich erlaubt euch der Croupier, noch mal 20 Chips zu ziehen, weil ihr so überzeugend wart. Genau so ähnlich hat der Angreifer hier funktioniert. Er hat sich das Ankr-Liquid-Stacking-Token geschnappt, also ein Token, das eigentlich dazu dient, gestakte Krypto-Assets handelbar zu machen. Kombiniert mit einer Funktion namens E-Mode – eine Art Turbo-Boost für Trader, die ihre Positionen optimieren wollen – konnte er die Kreditgrenzen von More Markets sprengen.
Und wie? Durch Overborrowing, also Kredite aufnehmen, die eigentlich gar nicht möglich sein sollten. Der Angreifer hat seine Position so strukturiert, dass er mehr WFLOW (das ist eine Art Flow-Blockchain-Münze) ausleihen konnte, als seine Sicherheit eigentlich hergegeben hätte. Dann hats er sich einfach bedient und die Kohle in seine eigene Wallet geschaufelt. Einfach. Effizient. Und vor allem: illegal.
More Markets: Erst der Schock, dann die Suche nach Schwachstellen
Die Reaktion von M
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Jetzt auf Coinbase starten →ore Markets? Klar, erstmal alles einfrieren. Die betroffenen Reserven sind jetzt erstmal auf Eis gelegt, während das Team mit Blockaid und anderen Sicherheitsleuten versucht, herauszufinden, wo genau die Lücke war. In einer offiziellen Stellungnahme hieß es, dass keine anderen Nutzergelder betroffen seien – eine kleine Beruhigungspille für die Community.
DeFi – ein Paradies für Hacker?
Leider ist dieser Angriff kein Einzelfall. Erst im Juli hat das Jupiter Aggregator Protocol 4,2 Millionen Dollar verloren – ebenfalls durch eine ähnliche Masche. Und die Experten sagen: Das wird nicht besser. Warum? Weil DeFi immer komplexer wird. Mehr Funktionen, mehr Mechanismen, mehr Möglichkeiten – und leider auch mehr Angriffspunkte. Und das Schlimmste? Die Angreifer werden immer kreativer. Warum? Weil es sich lohnt. 9 Millionen Dollar auf einmal – wer würde da nein sagen?
Was jetzt zu tun ist
Für More Markets und alle anderen Protokolle heißt das: Sicherheitschecks hoch drei. Blockaid rät, den E-Mode genauer unter die Lupe zu nehmen und Kreditlimits in Echtzeit anzupassen. Regelmäßige Audits sind jetzt Pflicht, nicht mehr nur Kür. Und für uns Nutzer? Augen auf und durch. Nicht blind vertrauen, auch wenn das Protokoll noch so vertrauenswürdig aussieht.
DeFi hat so viel Potenzial – aber es ist wie mit einem Hochleistungsauto: Wenn man nicht weiß, wie es funktioniert, wird’s schnell gefährlich. Also: Informiert bleiben, vorsichtig sein und nicht alles auf eine Karte setzen. Die Krypto-Welt ist wild, und nicht jeder, der hier unterwegs ist, hat gute Absichten.