Warum die Strategie nicht zog
Der ETF setzt darauf, durch den Verkauf von Covered Calls zusätzliche Erträge zu generieren. Klingt erstmal schlau: Man verkauft Optionen auf seine Bitcoin-Bestände, behält aber das Recht auf steigende Kurse. Doch im aktuellen Marktumfeld, wo Bitcoin nach einem langen Höhenflug einfach mal eine Verschnaufpause einlegt, hat diese Taktik nicht so funktioniert wie erhofft. Die entgangenen Kursgewinne wogen die Prämien aus den Optionsgeschäften mehr als auf.
Und dann war da noch das Timing-Problem: Während Bitcoin und die IBIT-Anteile schon früh im Quartal in die Knie gingen, kamen die Gewinne aus den Optionen erst später. Der Fonds war also genau in der Phase, in der es richtig wehtat, kaum abgesichert. Da fragt man sich schon, ob die Strategie hier vielleicht einfach nicht flexibel genug war.
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Kryptoanalyst James Wang bringt es auf den Punkt: Covered Calls können zwar in ruhigeren Märkten stabile Einnahmen bringen, aber in unruhigen Phasen mit extremen Schwankungen stoßen sie schnell an ihre Grenzen. „BlackRocks Ansatz ist konservativ, aber in einem so volatilen Markt wie Bitcoin reicht das oft nicht“, sagt Wang.
Interessant ist auch ein Blick zu den Mitbewerbern. Der Bitwise Bitcoin ETF etwa setzt zusätzlich auf Futures-Kontrakte und kam in derselben Zeit besser durch den Sturm. Da stellt sich schon die Frage: Warum setzt BlackRock nicht auf eine breitere Streuung seiner Absicherungsinstrumente?
BlackRock bleibt optimistisch
Trotz der aktuellen Schwächen hält BlackRock an seiner Strategie fest. Ein Sprecher betont, dass man langfristig auf die Einnahmen aus den Optionsprämien vertraut, um die Bitcoin-Volatilität auszugleichen. „Wir sind uns der Marktlage bewusst, glauben aber an die nachhaltige Wirkung unserer Taktik“, heißt es.
Was Anleger daraus lernen können
Der Fall zeigt mal wieder: Auch die klügsten Strategien haben ihre Grenzen – besonders in einem so unberechenbaren Markt wie Krypto. Wer in solche ETFs investiert, sollte genau hinterfragen, wie sie ihre Absicherung handhaben. Denn nicht jede Methode hält, was sie verspricht. Und manchmal reicht selbst ein Riese wie BlackRock nicht gegen die Macht des Marktes an.
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