Während die US-Inflationsdaten mal wieder hinter den Erwartungen zurückblieben, hat Bitcoin ordentlich Federn lassen müssen. Die einst stolze 60.000-Dollar-Marke wurde kurzzeitig durchbrochen, und zum Redaktionsschluss dümpelt der Kurs bei etwa 59.500 Dollar vor sich hin – ein Minus von rund 4 % in 24 Stunden. Damit hat Bitcoin nicht nur die Gewinne der Vorwoche verspielt, sondern auch die Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung erstmal begraben. Schade, aber so ist das manchmal.
Bitcoin gibt Gewinne der Vorwoche ab
Was ist da eigentlich los? Nun, die Gründe sind vielfältig, aber einer der Hauptübeltäter ist die enttäuschende Inflationsmeldung aus den USA. Klar, die Teuerungsrate ist etwas gesunken, aber die Kerninflation bleibt hartnäckig bei 3,2 %. Für viele Anleger war das ein klares Signal, dass die Federal Reserve mit Zinssenkungen noch warten könnte – und das trifft riskante Anlagen wie Krypto oft besonders hart.
Hinzu kommt der allgemeine Makrotrend: Die Märkte sind unsicher, die Debatten um die US-Staatsverschuldung und mögliche Haushaltskürzungen machen niemandem Freude. „Die Märkte suchen nach klaren Signalen, und die fehlen gerade“, sagt mein Kollege Markus Weber von Blockchain Insider. „Bitcoin reagiert da wie ein Seismograph – ohne klare Impulse von der Fed bleibt die Unsicherheit bestehen.“
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen erste Zwei-Tage-Passiva
Und dann sind da noch die ETFs. Die Spot-Bitcoin-ETFs, die sonst so zuverlässig Zuflüsse verzeichnen konnten, mussten heute und gestern zum ersten Mal seit Ende Juli zwei Tage in Folge Passiva verkraften. Insgesamt flossen rund 200 Millionen Dollar ab – ein klares Zeichen, dass auch institutionelle Anleger derzeit vorsichtiger agieren.
Besonders betroffen: der iShares Bitcoin Trust (IBIT) vo
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Jetzt auf Coinbase starten →n BlackRock mit etwa 150 Millionen Dollar Abflüssen. Selbst der Fidelity Advantage Bitcoin ETF (FBTC) und der Ark 21Shares Bitcoin ETF (ARKB) mussten Federn lassen, wenn auch nicht so stark. Nur der Bitwise Bitcoin ETF (BITB) konnte minimale Zuflüsse verzeichnen – ein winziger Hoffnungsschimmer inmitten des Trubels.
„Die ETFs waren in den letzten Monaten eine wichtige Stütze für den Bitcoin-Kurs“, so Weber. „Doch wenn diese Passiva anhalten, könnte der Druck auf den Preis weiter steigen.“ Vor allem nach Trumps Ankündigung einer möglichen „Bitcoin-Reserve“ für die USA hatten die ETFs noch Rekordzuflüsse verzeichnet. Die Euphorie scheint jetzt erstmal verflogen.
Altcoins ohne klare Richtung
Und was ist mit den Altcoins? Ethereum, Solana und XRP konnten heute ebenfalls keine positiven Impulse setzen. Ethereum dümpelt bei etwa 3.000 Dollar vor sich hin, Solana verlor rund 3 % und XRP blieb bei etwa 0,50 Dollar weitgehend stabil. Die allgemeine Risikoaversion führt dazu, dass viele Anleger sich auf die etablierten Coins konzentrieren – und die Altcoins links liegen lassen.
Ausblick: Was kommt als Nächstes?
Die nächsten Wochen werden spannend. Entscheidend werden vor allem die nächsten Inflationsdaten und mögliche Signale der Federal Reserve sein. Sollte die US-Notenbank im September tatsächlich mit Zinssenkungen beginnen, könnte das die Stimmung im Kryptobereich wieder aufhellen.
Bis dahin bleibt die Volatilität hoch, und Anleger sollten sich auf weitere Schwankungen einstellen. „Die Märkte sind derzeit in einer Phase der Konsolidierung“, erklärt Weber. „Wer langfristig investiert ist, sollte die aktuellen Bewegungen nicht überbewerten. Kurzfristig gibt es jedoch keine Garantie gegen weitere Rücksetzer.“
Für Bitcoin und die Krypto-Community heißt es jetzt: Geduld haben und die波动 (Wōdòng – „Schwankungen“ auf Chinesisch) aushalten. Vielleicht ist das ja nur eine vorübergehende Delle – oder der Beginn von etwas Größerem. Wer weiß das schon so genau? Eines ist sicher: Die nächsten Tage werden spannend.
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