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Bitcoin-Profis setzen auf definierte Risiko-Strategie für den nächsten Preissprung

Team Coinnachrichten··📖 4 Min. Lesezeit·BitcoinRisiko-StrategieBull Call Spreaddefiniertem RisikoOptionenmaximaler VerlustBitcoin-Kurs
Bitcoin-Profis setzen auf definierte Risiko-Strategie für den nächsten Preissprung📈 Bitcoin (BTC) Kurs ansehen
Berlin – Der Bitcoin-Kurs dümpelt nun schon eine ganze Weile zwischen 58.000 und 62.000 Dollar dahin, wie ein Schiff auf flachem Wasser. Die einen hoffen auf den großen Sprung, die anderen fürchten, dass wir uns noch länger in dieser Range bewegen. Aber genau jetzt, wo die Unsicherheit größer ist als ein Berliner im November, wird eine Strategie bei den Profis immer beliebter: "defined risk" – also begrenztes Risiko.
Statt blind long zu gehen und zu hoffen, dass der Markt schon irgendwie steigen wird, setzen viele auf den sogenannten "Bull Call Spread". Klingt kompliziert, ist es aber gar nicht. Stell dir vor, du kaufst eine Option zu einem niedrigeren Preis (Call), aber verkaufst gleichzeitig eine andere Option mit höherem Preis. Beide laufen zum gleichen Zeitpunkt aus. Der Clou: Die Einnahmen aus dem Verkauf der teureren Option zahlen einen Teil der ersten Option. Und das Beste? Der maximale Verlust ist von vornherein klar – kein nächtliches Grübeln, kein "Was-wäre-wenn".
Ein Optionshändler einer großen Krypto-Firma, der nicht genannt werden will, sagt es so: "In so einem unruhigen Markt, wo die Fed mal wieder an den Zinsen dreht oder irgendwer in Brüssel neue Regeln ausheckt, wollen wir nicht mit vollem Risiko in eine Richtung wetten. Der Bull Call Spread gibt uns die Chance, an einer Aufwärtsbewegung teilzuhaben, ohne dass wir bei jedem kleinen Kursrutsch einen Herzinfarkt kriegen."
Und tatsächlich: Die Daten von Deribit, der wichtigsten Krypto-Optionsbörse, zeigen, dass gerade besonders viel mit Spread-Strategien gehandelt wird. Vor allem für die Verfallstermine Ende September und Oktober scheint sich das lohnen – genau dann, wenn viele mit erhöhter Volatilität rechnen. Warum? Weil im September wichtige Inflationszahlen anstehen und viele hoffen, dass institutionelle Investoren nach der Sommerpause wieder mehr in Bitcoin stecken.
Aber es geht nicht nur um die Zahlen. Es geht um die Psychologie. Eine Analystin aus Frankfurt, die ich in ein

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em Café getroffen habe (ja, so etwas gibt’s noch), sagt: "Wenn ich weiß, dass mein maximaler Verlust bei 2.000 Dollar pro Kontrakt liegt, kann ich viel ruhiger schlafen. Die meisten Privatanleger machen den Fehler, dass sie auf schnelle Gewinne setzen und dabei ihr Risiko komplett ignorieren. Dann kommt ein Kurssturz von zehn Prozent und – zack – sie verkaufen panisch am Tiefpunkt." Der Bull Call Spread zwingt dich quasi dazu, dich vorher Gedanken zu machen: Wo steige ich aus? Wie viel Verlust kann ich verkraften?
Klar, die Kritiker sagen: "Ja, aber die Gewinne sind auch begrenzt." Stimmt. Wenn Bitcoin plötzlich 10.000 Dollar springt, wäre ein einfacher Call viel lukrativer. Aber für alle, die nicht ihr ganzes Portfolio riskieren wollen, ist das ein fairer Kompromiss. Schließlich ist die Chance, dass der Trade aufgeht, viel höher als bei einer Wette auf einen extrem unwahrscheinlichen Ausbruch.
Und die Marktlage sieht aktuell gar nicht so schlecht aus. Bitcoin hat sich über der wichtigen Unterstützung bei 57.500 Dollar stabilisiert, und der Relative-Stärke-Index deutet auf eine neutrale bis leicht positive Tendenz hin. Zudem gehen immer mehr Short-Positionen zurück – ein Zeichen, dass die pessimistischen Wetten schrumpfen.
Die meisten Experten erwarten in den nächsten Wochen eine Bewegung Richtung 65.000 bis 68.000 Dollar, sofern die makroökonomischen Nachrichten nicht komplett daneben liegen. Und genau dafür sind Bull Call Spreads perfekt: Sie profitieren von moderaten Steigerungen, ohne dass man sein ganzes Kapital aufs Spiel setzt.
Ein Händler, mit dem ich vor ein paar Tagen beim Mittagessen gesprochen habe, hat es auf den Punkt gebracht: "Es geht nicht darum, den perfekten Trade zu machen. Es geht darum, im Spiel zu bleiben. Mit begrenztem Risiko und klaren Regeln. Wer das nicht versteht, wird früher oder später aus dem Markt fliegen." Also, lieber etwas weniger gewinnen, aber dafür mit gutem Gefühl – das scheint gerade die Devise zu sein.


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