Laut JPMorgan ist das tägliche Handelsvolumen mit Bitcoin seit der Einführung um unglaubliche 99,8% eingebrochen. Die meisten Transaktionen? Ein kurzes Aufblitzen, dann wieder Stille. Die Bürger? Die halten sich weiter an den US-Dollar, die offizielle Währung des Landes. Nur etwa 2% der Salvadorianer nutzen Bitcoin im Alltag – und selbst die wohl nicht besonders oft. Aber warum? Und warum hält Bukele trotzdem an seinem Experiment fest?
Warum die Leute Bitcoin ignorieren
Die Antwort ist so einfach wie ernüchternd: Es gibt keinen Grund, es zu nutzen. Die meisten Geschäfte, Märkte, Taxifahrer – alle bevorzugen den US-Dollar. Der ist stabil, vertraut und überall akzeptiert. Bitcoin? Ein unsicheres, schwankendes Phantom. Und wenn der Wert morgen 20% fällt, hat der Händler plötzlich weniger, als er dachte.
Die Regierung hatte große Pläne: Finanzielle Inklusion für alle, günstigere Geldüberweisungen aus dem Ausland. Doch die Realität hinkt hinterher. Die meisten Remittances (das Geld, das Salvadorianer aus den USA oder Kanada schicken) fließen immer noch über Western Union oder MoneyGram. Warum? Weil Bitcoin für viele einfach zu kompliziert ist – und wer will schon sein hart verdientes Geld in einer Währung riskieren, die mal 50% im Wert steigt und mal 50% fäl
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Volatilität, Misstrauen und eine kaputte Wallet
Das größte Problem? Bitcoin ist unberechenbar. Wenn ein Bauer morgens seine Eier für 100 Bitcoin verkauft und abends merkt, dass die nur noch 60 Dollar wert sind, ist das kein Geschäft – das ist ein Albtraum. Kein Wunder, dass die Leute lieber Münzen oder Scheine nutzen.
Warum Bukele trotzdem nicht aufgibt
Hier wird’s politisch. Bukele nutzt Bitcoin als Symbol – als Zeichen dafür, dass El Salvador sich nicht von internationalen Institutionen wie dem IWF vorschreiben lässt, was es mit seinem Geld macht. Der IWF hat ihn schon mehrfach aufgefordert, die Bitcoin-Politik zu überdenken, weil sie das Land in finanzielle Unsicherheit stürzen könnte. Doch Bukele mauert.
Stattdessen kauft er weiter Bitcoin, selbst wenn der Kurs fällt. Sein Kalkül? Irgendwann wird Bitcoin schon wieder steigen – und dann hat El Salvador ein Vermögen. Kritiker schütteln den Kopf. Was, wenn nicht? Was, wenn der Preis weiter fällt und das Land noch mehr Schulden macht?
Ein teures Experiment – mit ungewissem Ende
El Salvadors Bitcoin-Abenteuer war von Anfang an ein Wagnis. Und die Bilanz? Ernüchternd. Die Nutzung ist praktisch auf null gesunken, die Bevölkerung setzt weiter auf den Dollar, und die Wirtschaft hat keinen spürbaren Nutzen davon. Trotzdem hält Bukele an seinem Kurs fest – aus Stolz, aus Prinzip oder weil er einfach nicht zugeben will, dass er sich geirrt hat.
Wird Bitcoin jemals eine Rolle in El Salvador spielen? Vielleicht. Aber solange die Leute den Dollar bevorzugen und die Regierung nicht zuhört, bleibt es ein teures Experiment mit ungewissem Ausgang. Und die Salvadorianer? Die schauen weiter zu, seufzen und zücken ihr altes Portemonnaie.
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