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Bitcoin in der „Rektember“-Falle: Warum der September zum Albtraum für Krypto-Investoren werden könnte

Team Coinnachrichten··📖 5 Min. Lesezeit·SeptemberRektemberKryptoBitcoinFedZinserhöhungenInflationMarkt-Schwäche
Bitcoin in der „Rektember“-Falle: Warum der September zum Albtraum für Krypto-Investoren werden könnte📈 Bitcoin (BTC) Kurs ansehen
Der „Rektember“ – ein Wort, das vielen Krypto-Fans schon allein beim Gedanken daran einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Während die Wall Street sich mit „Sell in May“ tröstet, fürchten wir in der Krypto-Welt den September wie andere Menschen vielleicht den Montagmorgen nach einem durchzechten Wochenende. Und dieses Jahr könnte es noch schlimmer werden als sonst. Warum? Weil zwei üble Zutaten zusammenkommen: eine gnadenlose US-Notenbank und eine historische Markt-Schwäche, die selbst die abgebrühtesten Trader nervös macht.
Die Zinsfalle: Wenn die Fed Bitcoin in die Mangel nimmt
Seit Monaten hängt die Krypto-Welt wie ein hungriger Vogel an den Lippen der Federal Reserve. Klar, die Zinserhöhungen sind nicht mehr ganz so radikal wie noch vor einem Jahr – aber die Folgen der bisherigen Politik wirken nach. Die Zinsen sind auf dem höchsten Stand seit 22 Jahren, und die Inflation? Die will einfach nicht so recht in den Griff kommen. Wenn die Fed jetzt im September wieder zuschlägt – und viele Ökonomen wetten darauf – dann könnte das für Bitcoin und Co. ein Déjà-vu der übelsten Sorte werden.
Schaut man in die Vergangenheit, sieht man: Bitcoin hasst Zinserhöhungen. 2018 und 2022 folgte auf solche Entscheidungen meist ein ziemliches Kurs-Chaos. Warum? Ganz einfach: Wenn Staatsanleihen plötzlich wieder vernünftige Zinsen bringen, wird Bitcoin uninteressant. Außerdem werden die Kredite für Krypto-Firmen teurer – und wir wissen ja, wie das enden kann. Denkt nur an die Pleite von FTX im Jahr 2022. Damals war die Zinspolitik der Fed schon ein Mitgrund für das Desaster.
September-Saisonalität: Der Fluch der „Schwarzen Witwe“
Aber selbst wenn die Fed diesmal gnädig ist und die Zinsen lässt, droht Bitcoin ein saisonales Ungemach: der September. Ja, ihr habt richtig gelesen. Dieser Monat gilt seit Jahrzehnten als der Horror für Bitcoin-Investoren. In den letzten zehn Jahren ist der Preis im Schnitt um 7 % eingebrochen – manchmal sogar viel mehr. 2019 verlor Bitcoin im September satte 17 %, 2021 immerhin noch 11 %.
Warum? Da gibt’s mehrere Gründe:
1. Die großen Jungs machen Urlaub: Viele Fonds und Market Maker reduzieren im Sommer ihre Aktivitäten, um sich aufs Jahresende vorzubereiten. Weniger Handel = mehr Kursschwankungen.
2. Steuer-Tricksereien: In den USA endet das Steuerjahr im Dezember. Viele Anleger verkaufen im September Gewinne, um Steuern zu sparen – ein Phänomen, das als „Tax-Loss Harvesting“ bekannt ist.
3. Psychologie-Bremse: Der September markiert das Ende des Sommers und den Beginn des Herbstes. Eine Zeit, in der viele Menschen sich zurückziehen und vorsichtig werden. Und da

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s überträgt sich leider auch auf die Märkte.
Und dann ist da noch dieser gruselige Begriff „Rektember“ – eine Mischung aus „Rekt“ (für „kaputt“) und „September“. Ein Wort, das in der Krypto-Community schon fast wie ein Fluch klingt. Trader fürchten diesen Monat wie andere Menschen vielleicht einen Zahnarzttermin.
Technische Analyse: Wenn die Unterstützung bröckelt
Aktuell kämpft Bitcoin bei etwa 26.000 US-Dollar – ein Niveau, das seit Wochen wie ein letzter Rettungsanker wirkt. Doch wenn das nachgibt, könnte es schnell bergab gehen, vielleicht sogar bis auf 20.000 US-Dollar oder noch tiefer. Die technische Lage ist angespannt:
- Der gleitende Durchschnitt (200-Tage-MA) liegt bei etwa 29.000 US-Dollar. Ein Ausbruch nach oben scheint aktuell unwahrscheinlich.
- Die „Death Cross“-Formation steht vor der Tür – ein klassisches Warnsignal, das darauf hindeutet, dass die Bären das Sagen haben.
Was können Investoren tun?
Angesichts dieser Risiken fragt sich jeder: Soll ich meine Positionen reduzieren? Aussteigen? Oder einfach abwarten? Pauschale Antworten gibt’s nicht, aber ein paar Strategien könnten helfen:
1. Diversifikation: Wer nur auf Bitcoin setzt, sollte überlegen, einen Teil in stabilere Assets wie Gold oder etablierte Altcoins wie Ethereum umzuschichten.
2. Dollar-Cost-Averaging (DCA): Statt alles auf einmal zu investieren, könnte eine gestaffelte Kaufstrategie helfen, das Timing-Risiko zu minimieren.
3. Stop-Loss-Orders: Wer seine Positionen nicht verkaufen will, kann zumindest durch automatische Verkaufsaufträge bei bestimmten Kursen Verluste begrenzen.
4. Risikomanagement: Wer mit Hebelprodukten handelt, sollte besonders aufpassen – hier kann ein Kurssturz schnell zu Liquidationen führen.
Fazit: Ein Monat der Wahrheit
Der September 2023 könnte für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt ein echter Albtraum werden. Die Kombination aus restriktiver Geldpolitik und historischer Marktschwäche ist ein gefährlicher Mix. Selbst wenn die Fed diesmal die Zinsen hält, wird die bloße Aussicht auf weitere Erhöhungen für Unsicherheit sorgen.
Für langfristige Investoren gilt: Bloß nicht in Panik verfallen. Kurzfristige Trader sollten dagegen extrem vorsichtig sein und sich auf erhöhte Volatilität einstellen. Eines ist sicher: Wer den „Rektember“ überlebt, kommt gestärkt aus der Krise – sofern er nicht alles in einem einzigen Monat verliert.
Die Krypto-Community sollte sich darauf einstellen, dass dieser September nicht nur 30 Tage hat, sondern vielleicht 30 Albträume. Und wer weiß – vielleicht wird aus dem „Rektember“ dann doch noch ein „Recovery-Month“. Aber darauf würde ich nicht wetten.

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