CPI-Daten bringen keine Überraschung – Bitcoin bleibt gedämpft
Die US-Inflation im Juli? Exakt wie vorhergesagt: 3,2 % im Jahresvergleich, die Kernrate (ohne Energie und Lebensmittel) bei 3,3 %. Okay, die Inflation geht weiter zurück – aber Bitcoin? Fehlanzeige. Kein großer Hype, keine Überraschung. Ein Händler von CryptoQuant hat es auf den Punkt gebracht: "Ein CPI-Ergebnis, das genau im Rahmen liegt, entfernt zwar das Risiko einer überraschenden Zinserhöhung, aber es gibt Bitcoin auch keinen Grund für ein kräftiges Rally."
Kurz gesagt: Wir bleiben in der Warteschleife.
Jackson Hole als nächster großer Katalysator
Vom 22. bis 24. August trifft sich die Fed in Jackson Hole – und wie jedes Jahr könnten dort die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Alle Augen sind auf mögliche Hinweise für Zinssenkungen ab Dezember gerichtet.
Markus Thielen von Matrixport meint: "Falls die Fed in ihren Reden eine etwas lockerere Haltung andeutet, könnte das Bitcoin kurzfristig einen Schub geben." Aber er warnt auch: "Die Fed wird sich sehr zurückhalten müssen, um keine falschen Hoffnungen zu wecken."
Arbeitsmarkt und September-CPI im Blick der Anleger
Nicht nur Jackson Hole ist wichtig – auch die nächsten Arbeitsmarktzahlen (am 2. September) und der nächste CPI-Bericht (11. September) könnten die Stimmung beeinflussen. Sollten die Zahlen schwächer ausfallen, könnte das die Fed in ihrer Entscheidung beeinflussen.
Natalie Brun
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Jetzt auf Coinbase starten →ell von Glassnode erklärt: "Bitcoin hängt stark mit riskanten Assets wie Tech-Aktien zusammen. Wenn die Fed wirklich eine lockere Geldpolitik einläutet, könnte das nicht nur die Aktienmärkte, sondern auch den Kryptomarkt stützen."
Technische Analyse: Bitcoin bleibt in der Range gebunden
Technisch gesehen steckt Bitcoin weiterhin in einer engen Range fest – zwischen etwa 60.000 und 65.000 Dollar. Der RSI (Relative-Stärke-Index) liegt bei etwa 45 – weder überkauft noch überverkauft. Das bedeutet: Keine klare Richtung in Sicht.
Chartanalyst Benjamin Cowen warnt: "Ein Ausbruch nach oben wäre erst oberhalb von 65.000 Dollar denkbar, während ein Rutsch unter 60.000 Dollar weitere Verkäufe auslösen könnte." Falls die Marke bei 60.000 Dollar durchbrochen wird, könnte Bitcoin sogar bis auf 55.000 bis 58.000 Dollar fallen.
Makroökonomische Unsicherheiten belasten weiterhin
Trotz der gedämpften Stimmung gibt es auch positive Signale: Die Genehmigung eines Ethereum-ETFs durch die SEC zeigt, dass institutionelles Interesse an Krypto weiterhin besteht. Und in Ländern mit hoher Inflation wie Argentinien wird Bitcoin zunehmend als Wertaufbewahrungsmittel genutzt – das gibt langfristig Hoffnung.
Kurzfristig bleibt die Lage aber unsicher. Ein Händler von Binance bringt es auf den Punkt: "Die Märkte sind gespannt, aber auch nervös. Solange die Fed keine klaren Signale sendet, wird Bitcoin weiterhin zwischen Hoffnung auf Zinssenkungen und makroökonomischen Risiken hin- und hergerissen."
Fazit: Die Inflationsdaten haben keine neuen Impulse gebracht, aber jetzt rücken die Entscheidungen der Fed in den Fokus. Händler sollten die nächsten Wochen genau beobachten – besonders Jackson Hole könnte den nächsten großen Kursimpuls liefern. Bis dahin bleibt Bitcoin in einer unsicheren Warteschleife gefangen. Und ich? Ich halte einfach die Luft an und hoffe auf bessere Zeiten.
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