Die israelische Bank Leumi, das unangefochtene Schwergewicht der heimischen Finanzlandschaft, plant ihr Comeback im Krypto-Geschäft. Nach dem gescheiterten ersten Anlauf 2022 – damals stoppte die israelische Zentralbank das Projekt aus Sorge um Geldwäscherisiken und Systemstabilität – will die Bank ab 2027 wieder Bitcoin-Handelsdienstleistungen für institutionelle Kunden anbieten. Diesmal mit besseren Karten: Die regulatorischen Wolken haben sich etwas verzogen, und mit Galaxy Digital hat Leumi einen starken Partner an seiner Seite.
Ein Rückzieher mit Lerneffekt
2022 war der Versuch, Bitcoin für institutionelle Kunden zugänglich zu machen, noch zu holprig. Die Bank of Israel blockierte das Projekt mit dem Hinweis auf unzureichende Anti-Geldwäsche-Maßnahmen. Heute, nur zwei Jahre später, wirkt die Situation reifer. Die israelische Regierung hat in den letzten Jahren zwar nicht gerade eine Krypto-Euphorie entfacht, aber doch einen Rahmen geschaffen, der Innovationen im Finanzsektor fördert – ohne die Aufsicht zu vernachlässigen. Und das globale Interesse an Bitcoin als Anlageklasse ist ungebrochen, wenn auch nicht mehr ganz so euphorisch wie in den Boomjahren.
Galaxy Digital als Backup mit Biss
Der Knackpunkt des neuen Vorhabens ist die Zusammenarbeit mit Galaxy Digital, einem der erfahrensten Player im Krypto-Sektor. Das Unternehmen steuert nicht nur technisches Know-how bei, sondern vor allem auch eine hochsichere Verwahrlösung (Custody-Stack). Denn klar ist: Die größte Hürde für Banken wie Leumi ist nicht die Technologie selbst, sondern die Frage, wie man Kundengelder vor Hackern, internen Pannen oder regulatorischen Fallstricken schützt.
„Mit Galaxy Digital an unserer Seite
📈 Jetzt Kryptowährungen handeln auf Coinbase – 30 € geschenkt!
Sicher, reguliert (BaFin). Bei Anmeldung über diesen Link erhältst du 30 € Startguthaben.
Jetzt auf Coinbase starten →können wir die technischen und regulatorischen Stolpersteine professionell umschiffen“, sagt ein Leumi-Sprecher. Und tatsächlich: Ohne einen vertrauenswürdigen Partner wie Galaxy Digital wäre der erneute Anlauf wohl kaum denkbar. Institutionelle Kunden wollen Sicherheit – und die kann eine Bank allein kaum garantieren.
Nicht ohne Risiko – aber mit Plan
Trotz aller Vorbereitung bleibt der Start 2027 kein Selbstläufer. Die regulatorischen Hürden in Israel sind nach wie vor hoch, und internationale Standards – Stichwort FATF-Richtlinien – verlangen präzise Compliance. Dazu kommt das altbekannte Problem: Bitcoin bleibt volatil. Für konservative Banken und ihre Kunden ist das ein hartes Stück Brot.
Doch Leumi scheint entschlossen. Neben dem reinen Bitcoin-Handel prüft die Bank bereits weitere Krypto-Dienstleistungen wie Staking oder DeFi-Integrationen. Langfristig könnte das die Position des Instituts als Innovationsführer in Israels Finanzsektor festigen. Und wer weiß – vielleicht wird aus Israel ja doch noch ein kleiner Krypto-Hub, auch wenn die Regierung mit ihrer staatlichen Digitalwährung (CBDC) erstmal andere Prioritäten setzt.
Ein Signal an die Branche?
Sollte Leumi mit diesem Vorstoß Erfolg haben, könnte das weit über Israels Grenzen hinaus Wellen schlagen. Andere Banken – etwa die Bank Hapoalim – beobachten die Entwicklungen bereits mit Interesse. Und wenn selbst eine etablierte Bank wie Leumi Bitcoin ernst nimmt, könnte das ein Zeichen sein: Krypto ist kein Nischenphänomen mehr, sondern ein fester Bestandteil des Finanzsystems.
Ob es klappt? Die Zeit wird es zeigen. Aber eines ist sicher: Bank Leumi ist diesmal besser vorbereitet als 2022. Und manchmal braucht es eben den zweiten Anlauf.
📰 Weiterlesen
→ Bitcoin und Ether im Aufwind: Krypto-Markt erlebt Mega-Rally nach historischem Short-Squeeze→ Bitcoin erholt sich kräftig: 23% Sprung nach $4-Milliarden-Crash der Shorts→ Bitcoin-Rallye könnte Riot Platforms 1.500 BTC aus Kreditbesicherung freisetzen