Flocks Pläne: 350.000 Uber-Fahrer als flächendeckendes Kennzeichenerfassungssystem?
Team Coinnachrichten··📖 4 Min. Lesezeit·Flock SolutionsUber-FahrerKennzeichenerfassungssystemÜberwachungdigitale WeltFlockPolizeibehördenLieferdienste
Was für eine Idee! Vor ein paar Jahren dachte ich noch, Überwachungskameras wären schon hochgradig gruselig – aber jetzt soll unser privater Fahrdienst uns alle ausspionieren? Eine geleakte Präsentation des US-Sicherheitsunternehmens Flock Solutions wirft mal wieder diese unangenehme Frage auf: Wohin entwickelt sich eigentlich unsere digitale Welt?\nFlock, bereits bekannt für seine Zusammenarbeit mit Polizeibehörden, hatte laut internen Dokumenten – die das *Wall Street Journal* einsehen konnte – Großes vor: Ganze 350.000 Fahrer von Uber, Lyft und Lieferdiensten sollten Teil eines riesigen Kennzeichenerfassungssystems werden. Nicht für bessere Pizza-Lieferungen oder schnellere Taxifahrten, sondern schlicht und ergreifend: zur Überwachung. Und das ganz ohne zusätzliche Kameras oder Infrastruktur – stattdessen sollten die ohnehin vorhandenen Fahrzeugkameras der Fahrer genutzt werden.\n### **Die geheime Pitch-Präsentation: Von der Sicherheitslösung zum Überwachungsinstrument**\nStellt euch vor, ihr fahrt ganz normal durch die Stadt, und plötzlich sammelt ein System heimlich eure Kennzeichen, euren Standort und eure Geschwindigkeit. Klingt wie ein schlechter Sci-Fi-Film? Für Flock war das 2019 offenbar ein verlockendes Geschäftsmodell. Die Präsentation zeigt, wie das Unternehmen versuchte, eine strategische Partnerschaf
t mit den Fahrdienstplattformen selbst aufzubauen. Die Fahrer hätten keine Ahnung gehabt, dass ihre Fahrzeuge zu unfreiwilligen Überwachungsdrohnen umfunktioniert werden – das System sollte einfach im Hintergrund laufen.\nOffiziell wirbt Flock mit „Sicherheitslösungen“: Gestohlene Autos aufspüren, gesuchte Personen identifizieren. Bisher setzte das Unternehmen auf feste Kameras an öffentlichen Orten. Doch warum bei ein paar Kameras stehen bleiben, wenn man auch gleich 350.000 private Fahrzeuge nutzen kann?\n### **Sicherheit oder Massenüberwachung?**\nFlocks Argument klingt erstmal nachvollziehbar: Mehr Daten gleich mehr Sicherheit. Aber wer entscheidet eigentlich, was „Sicherheit“ in diesem Kontext bedeutet? Kritiker sehen hier schnell ein chinesisches Szenario am Horizont – wo Gesichtserkennung und Kennzeichenerfassung längst zur Normalität gehören. Plötzlich ist es nicht mehr die Ausnahme, überwacht zu werden, sondern die Regel. Und das ohne konkreten Verdacht, ohne richterliche Anordnung, einfach so.\n### **Datenschutz: Wer kontrolliert eigentlich unsere Daten?**
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